Artikel aus Linux Professionell Ausgabe 9/2007
Autor: Dr. Klaus Manhart

Anders als Windows erlaubt sich Linux mit KDE und GNOME den Luxus zweier gleich mächtiger grafischer Oberflächen. Grund genug, die Nutzerkonzepte und Tools der beiden Desktop-Umgebungen einmal unter die Lupe zu nehmen.

Vergleich

KDE oder GNOME – was ist besser? Bei dieser Frage scheiden sich die Linux- Geister, und es erregen sich die Gemüter. Außenstehende haben nicht selten das Gefühl, einem Glaubenskrieg beizuwohnen: Vordergründig werden zwar Argumente ausgetauscht, aber gefühlsmäßig sind die Vorlieben meist von vornherein abgesteckt. Dabei zeigen sich die Stärken und Schwächen beider Systeme deutlich, wenn man sie nur nüchtern genug analysiert. Fakt ist: KDE hat einen guten Ruf bei Einund Umsteigern und genießt vor allem in Europa hohes Ansehen. GNOME ist in den USA verbreiteter und zudem Standard-GUI bei Red Hat, Fedora, Gentoo, Debian, Ubuntu und neuerdings Novell. Summa summarum hat GNOME in den letzten Monaten deutlich an Bedeutung gewonnen.

Linus Torvalds setzt auf KDE
Als Novell seinen Umstieg verkündete, platzte in den kleinen GNOME-Aufschwung eine gewichtige Stimme. In einer E-Mail an die Usability-Mailingliste des GNOME-Projekts kritisiert Linux-Erfinder Linus Torvalds in teils drastischen Worten das Projekt und empfiehlt den Einsatz der KDE-Umgebung. »Ich persönlich ermuntere die Leute, KDE zu nutzen«, schreibt Torvalds an die Liste. Zur Begründung führt er an, dass immer mehr Optionen aus den GNOME-Dialogen verschwinden würden und so die Freiheit für Anwender geringer werde. »Wenn Ihr die Anwender wie Idioten behandelt, werden.

Bild: Suse Linux: KDE erleichtert den Umstieg von Windows auf Linux aufgrund einer ähnlichen Oberfläche

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